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Noch 17 Kilometer!" - Erstes Projekt des FDP hilft! e.V. gibt Startschuss für Coswiger Tourismuskonzeption

"Where do you come from?", ruft Alf Schwaten, Chef der FDP-Ortsgruppe Coswig,
den englisch murmelnden Radfahrern an der Elbfähre Coswig zu, "Wo kommen Sie
her?" - "South Carolina, USA", ruft ein ältere Herr zurück und streckt den
Daumen nach oben, als er erfährt, dass soeben der neue Wegweiser an der Kreuzung
Fährweg/Elbradweg eingeweiht worden ist.










von links: A. Prager (Sprecher
Kultur/Tourismus der FDP Coswig); H. Zastrow (Vors. der FDP Sachsen); A.
Schwaten (Vors. der FDP Coswig) und Dr. P. Zeitler (1. Bürgermeister
Coswig) im Gespräch mit Radlern aus den USA (im Vordergrund H. Schreiber
vom TV Info-Kanal)


Etwa 1200 Euro hat der
Schildermast gekostet, der mit dem Coswiger Stadtwappen versehen seit dem 29.
Juli 2005 den Gästen der Stadt den Weg zu touristischen Zielen in allen vier
Himmelsrichtungen weist. Gespendet hat ihn der eingetragene Verein "FDP hilft!",
in den die Mitglieder der FDP-Landtagsfraktion monatlich jeweils 202 Euro
einzahlen - den Netto-Betrag der jüngsten Diätenerhöhung in der vergangenen
Legislaturperiode. "Wir wollen zeigen, dass auch Politiker bereit sind, den
Gürtel enger zu schnallen", fasst Vereinschef Holger Zastrow die Idee hinter
"FDP hilft!" zusammen. "Wir können nicht einfach nur immer von den Bürgern
Verzicht fordern."

     Die FDP-Landtagsfraktion wollte mit ihrem
Abgeordnetengesetz diese Erhöhung rückgängig machen. Zudem sollten die
Parlamentarier vergleichbar verdienenden Arbeitnehmern gleichgestellt werden,
also selbst Vorsorge treffen, beispielsweise für den Ruhestand. Doch der
FDP-Gesetzentwurf scheiterte. Die Mehrheit des Sächsischen Landtags, allen voran
die Abgeordneten der CDU/SPD-Koalition, wollten auf ihre satten Diäten und
Privilegien nicht verzichten. "Wenn schon der Landtag nicht bereit ist, die
Diäten zu kürzen, tun wir es halt für uns selbst", sagt Zastrow.

     "Der Wegweiser ist genau die Art bürgerschaftlichen
Engagements, den wir mit unserem Verein unterstützen wollen", sagt Zastrow.
"Statt nur über eine Tourismuskonzeption für Coswig und seine Nachbarn zu reden,
wollte die örtliche FDP einen Startschuss geben", erläutert Zastrow. "Da haben
wir keinen Augenblick gezögert, den Wegweiser zu spenden."







Auch nach Übergabe an die
Stadt wurden bewusst noch einige Plätze für weitere Schilder am
Wegweiser freigelassen. So sollen Betreiber von Gastronomie, Pensionen
oder anderen Gewerben die Möglichkeit haben auf Ihr Geschäft aufmerksam
zu machen und noch mehr Gäste anzulocken.

Interessenten wenden sich nun bitte an die Stadtverwaltung Coswig Hr.
Schmollny (Tel. 03523-66106).

Gegen eine einmalige Gebühr von 30 EURO (Herstellkosten) und eine
jährliche Schutzgebühr von 10 Euro wird dieser alles weitere in die Wege
leiten. Einfacher und günstiger kann man nicht die Gäste vom Radweg und
der Fähre ins eigene Geschäft holen. „Das generiert Umsatz für die
Gewerbetreibenden und nützt so auch dem Tourismus und allen Bürgern
unserer Stadt.“ So Andre prager von der Coswiger FDP.


Im Coswiger Stadtrat hatte die FDP
die Debatte um eine Tourismus-Konzeption angeschoben. "Coswig und seine Nachbarn
können voneinander profitieren", sagt FDP-Ortsgruppenchef Schwaten. "Die Region
muss aber noch besser vermarktet werden." Ziel sei es, die Übernachtungszahlen
vor Ort zu steigern. Und als ob es noch eines Beweises bedurft hätte, dass genau
an dieser Stelle am Coswiger Fährhaus ein Wegweiser bisher gefehlt hat, schaut
wieder ein Radfahrer auf das Schild. "Noch 17 Kilometer!", ruft er seiner
Begleiterin zu. Die beiden radeln nach Dresden weiter – vielleicht bleiben sie
zukünftig in Coswig hängen.



FDP Ortsgruppe Coswig

11.08.2005