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Vorschlag der FDP-Ortsgruppe – Schule trifft Politik

Initiative der Coswiger FDP zur politischen Bildung von Kindern und Jugendlichen




Die Landtagswahlen im September haben neben Gewinnen und
Verlusten für die etablierten Parteien in Sachsen auch eines zu Tage
gebracht - die Politikverdrossenheit wächst auch in Sachsen stetig weiter
und das Lager der Nichtwähler nimmt immer mehr zu. Insbesondere unter den
Jugendlichen und Erstwählern gibt es eine politische Orientierungslosigkeit.



Besonders bei den Erstwählern und jungen Menschen unseres
Landes finden daher extreme Parteien Ihren Nährboden, wie auch die
Wahlforscher jüngst herausgefunden haben. Längst sind diese Parteien
in den Schulen und Gymnasien unseres Landes mit Zeitschriften, CD´s,
Flugblättern und anderem Propagandamaterial unterwegs um für Ihre Interessen
zu werben. Dieses erfolgt zu unserem Bedauern auf ganz legalem Wege und kann
zur Zeit nicht unterbunden werden. Leider bleibt dabei die Demokratie oft
auf der Strecke.



Die Gruppierungen und politischen Parteien des Coswiger
Stadtrates müssen sich daher auch der eigenen Verantwortung für die
politische Bildung unserer Jugend bewusst werden und Schülerinnen und
Schüler unserer Stadt über die Arbeit des Stadtrates informieren. Dabei
sollten vor allem die „große“ Politik im Allgemeinen und die Ziele und
Inhalte der Kommunalpolitik im Speziellen im Mittelpunkt stehen. Hier muss
deutlich werden, dass ohne persönliches Engagement von Personen und Parteien
keine Kommune und kein Staat funktioniert. Ziel ist es unsere Jugendliche
für die aktive Teilnahme am politischen Leben aufzuschließen und die
Wirkungsweise unseres Staatsgefüges verständlich zumachen. Hierbei sehen wir
als FDP alle politischen demokratischen Parteien und Bürgerbewegungen in
unserer Stadt in der Verantwortung. Deshalb schlägt die FDP Coswig vor, dass
sich Stadträte oder Vertreter der im Stadtrat vertretenen Parteien und
Gruppierungen nach Absprache mit den Schulen im Sach- und
Gesellschaftsunterricht den Fragen und Problemen der Schüler und
Jugendlichen stellen und Anregungen für die eigene Arbeit aufnehmen.
Vorstellbar ist dabei auch einmal einen Landtags- oder
Bundestagsabgeordneten in die Diskussion mit einzubeziehen.



Die politische Bildung aller Jugendlichen in Coswig
kann und darf uns nicht gleichgültig sein und so hoffen wir, dass alle
Parteien und Gruppierungen des Coswiger Stadtrates unseren Antrag "Schule
trifft Politik" zum ehrenamtlichen Einsatz an den Schulen unterstützen und
sich diesem im Interesse unserer Stadt anschließen.



Ihre

FDP Ortsgruppe Coswig

13.12.2004